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Schulranzen Kaufratgeber – darauf sollten Sie beim Schulranzenkauf beachten

Schulranzen Kaufratgeber

Den richtigen Schulranzen zu finden ist gar nicht so einfach. Mit unserem Schulranzen Kaufratgeber wollen wir die häufigsten Fragen vorab beantworten. Sie erfahren bei uns, auf welche Punkte Sie beim Schulranzenkauf unbedingt achten sollten. Fragen zu den Vor- und Nachteilen der unterschiedlichen Schultaschen-Typen klären wir ebenso wie die Frage, wie schwer ein Schulranzen sein darf.  Natürlich erfahren Sie bei uns auch alles zum Thema Sicherheit und was es mit der DIN 58124 auf sich hat. 

Kurz zusammengefasst – Checkliste beim Schulranzen Kauf

Ein guter Ranzen muss einige Eigenschaften erfüllen. Für die Kinder ist das Design wohl die wichtigste Eigenschaft. Viel wichtiger ist jedoch die Ergonomie, Sicherheit und auch die Handhabung im Schulalltag. Worauf es bei Schulranzen Kauf ankommt, welche Fehler gemacht werden können und was es sonst noch zu beachten gibt, erfahren Sie in unserem Tornister Test.

(Eine ausführliche Beratung finden Sie weiter unten)Schulranzen Kauftipps

  • Achten Sie auf ergonomisch geformte und belüftete Rückenpolster
  • Breite (mind. 4cm) und höhenverstellbare Tragegurte sind ein Muss, um ein Einschnüren zu vermeiden
  • Schultaschen mit Brust- und Hüftgurt sorgen für einen optimalen Sitz ohne Verrutschen. Im Idealfall sind diese abnehmbar.
  • Schulranzen mit mitwachsenden Tragegurtsystemen (flexible Rückenlängenverstellung) passen sich der Körpergröße bzw. dem Kinderkörper ideal an. Damit passen Ranzen von der 1. bis zur 4. Klasse.
  • Reflektoren und leuchtende Farben erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr. Für dunkle Schulwege empfehlen wir einen DIN 58124 konformen Schulranzen. Schulranzen entsprechend der DIN Norm sind empfehlenswert, aber kein Muss
  • Achten Sie auf das Gewicht der Schultasche, sodass Ihr Kind nicht zu schwer trägt. Eltern schmal gebauter Kinder sollten zu einem Schulranzen für zierliche Kinder oder einem leichten Schulranzen greifen.
  • 18-22 Liter Fassungsvermögen reichen normalerweise aus, um alle Schulmaterialien zu verstauen
  • Der Verschluss sollte einfach zu bedienen sein. Kinder sollten auch in der ersten Klasse allein den Ranzen öffnen und schließen können.
  • Front- und Seitentaschen sind zum schnellen und einfachen Verstauen von Vorteil
  • Das Innenfach sollte über ein Bücherfach nah am Rücken verfügen
  • Schulranzen sind wasserabweisend, aber nicht komplett wasserdicht. Für Regentage empfehlen wir eine separate Regenhülle zu kaufen.
  • Für eine lange Lebensdauer achten Sie auf eine gute Verarbeitungsqualität. 
  • Schulranzen Auslaufmodelle sind häufig günstiger und werden zu reduzierten Preisen angeboten
Tipp: Wir empfehlen einen Modell aus unserem Schulranzen Test zu kaufen

Schulranzen, Schulrucksack, Schultrolley - welche Typen gibt es überhaupt und wo liegen die Unterschiede?

Grundsätzlich werden vier unterschiedliche Typen von Schultaschen unterschieden:

  • Klassische Ranzen mit einem stabilen Kunststoffrahmen (Tornister) (geeignet aber der 1. bis zur 4. Klasse)
  • Schulrucksäcke oder Ranzen-Rucksack-Kombinationen für die Grundschule (geeignet aber der 1. bis zur 4. Klasse)
  • Schulrucksäcke für die weiterführenden Schulen (ab der 5. Klassenstufe )
  • Schultrolleys (Schulranzen mit Rollen und Ausziehgriff)

Klassische Schulranzen  (Tornister)

VorteileNachteile
  • Besonders gut geeignet für Schüler der 1. bis 4. Klassenstufe
  • Viele Reflektorflächen (gute optische Warnwirkung)
  • Stabile Rückenplatte
  • Ergonomische Rückenpolster und Tragegurte
  • Stabiler Rahmen aus Kunststoff
  • Sehr robust und widerstandsfähig
  • Schmutz- und wasserabweisend (Wasserdichtheit)
  • Sicherer Stand durch stabile Bodenplatte
  • Lässt sich gut packen
  • Lässt sich einfach reinigen
  • Können „uncool“ wirken
  • Sperriger als Schulrucksäcke
  • Oftmals sehr breit

Vorteile der klassischen Schulranzen

Was bedeutet eigentlich DIN 58124
  • Mindestens 20% der sichtbaren Fläche müssen mit fluoreszierenden (bei Bestrahlung aufleuchtenden) Materialen ausgestattet sein.
  • Mindestens 10% der Vorder- und Seitenflächen müssen mit retroreflektierenden Materialien ausgestattet sein (Katzenaugeneffekt)

Meist verfügen die Ranzen über viele leuchtende Flächen und eine sehr gute optische Warnwirkung. Durch fluoreszierende und retroreflektierende Materialien werden Kinder im Dunkeln schon von weitem erkannt. Die DIN 58124 beschreibt in diesem Zusammenhang, wie hoch der Anteil der gelben und orangen Warnflächen sein muss. Aber nicht jeder Ranzen erfüllt diese Norm. Das muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass diese Ranzen schlecht sind. Ist der Schulweg kurz oder gut ausgeleuchtet, ist auch ein Ranzen empfehlenswert, welcher nicht dieser Norm entspricht. Zusätzlich ist es möglich auch LED Warnlichter an den Schulranzen anzubringen. Diese müssen in den meisten Fällen separat gekauft werden. Hier finden Sie alle DIN konformen Schulranzen.

Da die klassischen Ranzen besonders bei Grundschülern beliebt sind, ist auch die Ergonomie sehr wichtig. Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahre befinden sich noch im Wachstum. Knochenapparat und Muskulatur sind noch nicht komplett ausgebildet, sodass Haltungsschäden und falsche Belastungen in diesem Alter unbedingt vermieden werden sollte. Klassische Schulranzen verfügen in der Regel über eine stabile Rückenplatte und ergonomisch geformte Rückenpolster.

Unser Tipp
Um Rückenschmerzen bei Ihrem Kind von vornherein zu vermeiden, sollte grundsätzlich darauf geachtet werden, dass schwere Sachen wie Bücher möglichst nah am Rücken gepackt werden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeberartikel Schulranzen richtig packen

Ein stabiler Rahmen aus Kunststoff macht die klassischen Ranzen sehr robust und widerstandsfähig. Auch wenn der Ranzen mal etwas unsanfter in die Ecke geworfen wird wird, sind Schulbücher und Hefte optimal geschützt. Bei leichtem bis mittlerem Regen halten die meisten Modelle dank der wasser- und schmutzabweisenden Materialen (Nylon, Polyester) stand. Und sollte es doch mal etwas stärker regnen, schützen auch praktische Regenschutzhüllen.

Durch die breite Bauart lassen sich eine Menge Schulutensilien übersichtlich verstauen. Die Kastenform ermöglicht zudem einen sehr sicheren Stand, sodass dieser beim Abstellen nicht so leicht umkippen kann.

Nachteile der klassischen Schulranzen

Einen richtigen Nachteil können wir in diesem Fall nicht nennen, zumindest nicht bei der Funktionalität und Sicherheit. Lediglich die Motive und Designs der Ranzen sind für Kinder zwischen 6 bis 10 Jahren ausgelegt. Für Schüler höherer Klassen sind diese Ranzen daher eher „uncool“. Aus diesem Grund empfehlen wir für ältere Schüler eher einen Schulrucksack aus unserem Test.

Ranzen-Rucksack Kombinationen für die Grundschule

Bei den Schulranzen Mischformen handelt es sich um Modelle, welche die Vorteile der klassischen Ranzen mit den Vorteilen der Schulrucksäcke verbinden. Auch immer mehr Hersteller setzen auf diese Mischformen. Durch die Vermischung der Vorteile ist bei einigen Modellen eine eindeutige Zuordnung zu einem Typ nicht immer ganz einfach.

VorteileNachteile
  • Geeignet für Schüler der 1. bis 4. Klassenstufe, jedoch teilweise auch höhere Klassenstufen
  • Viele Reflektorflächen (gute optische Warnwirkung)
  • Stabile Rückenplatte
  • Ergonomisch geformte Rückenpartie und Tragegurte
  • Stabile Bodenplatte aus Kunststoff
  • Robust und widerstandsfähig
  • Schmutz- und wasserabweisend
  • Lässt sich gut packen
  • Lässt sich einfach reinigen
  • Moderneres Design als klassische Ranzen
  • Flexibler beim Toben, Rennen und Spielen
  • Schulutensilien bauartbedingt nicht so gut geschützt

Bei den hybriden Modellen wird großes Augenmerk auf die Ergonomie gelegt. Die Mischformen besitzen eine stabile Rückenkonstruktion, sodass diese optimal an den Kinderrücken angepasst werden kann. Dennoch sind sie nicht so sperrig wie klassische Schulranzen, da nur die Rücken- und Bodenplatte aus hartem Kunststoff gefertigt wird, der Rest jedoch aus flexiblem Material. Die Mischformen bieten also eine echte Alternative, wenn die Entscheidung zwischen klassischen Schulranzen und Schulrucksäcken getroffen werden muss.

Schulruckäcke ab der 5 Klasse

VorteileNachteile
  • Modernes Design
  • Weniger sperrig
  • Hohe Bewegungsfreiheit
  • Sehr flexibel
  • Besonders gut geeignet für Schüler ab der 5. Klassenstufe
  • Weniger geeignet für Kinder im Grundschulalter
  • Weniger reflektierende Flächen
  • Nicht immer wasserabweisend
  • Unsicherer Stand
  • Weniger stabiles Rückenpolster als bei klassischen Ranzen
  • Schulunterlagen wie z.B. Hefte können leichter verknicken

Vorteile der Schulrucksäcke

Schulrucksäcke sind die modernere Variante der Schultaschen. Sie wirken zeitloser und moderner und bieten durch die hohe Flexibilität sehr viel Bewegungsfreiheit. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Designs sind sie sehr bei Schülern ab der 5. Klasse (weiterführende Schulen) beliebt.

Auch Schulrucksäcke können reflektierende Warnflächen besitzen, dennoch sind diese meist nicht so stark ausgeprägt wie bei den klassischen Modellen. Aus unserer Sicht führt dies jedoch nicht zum Ausschluss der Schulrucksäcke. Kinder ab der 5. Klasse haben bereits Erfahrungen im Straßenverkehr und schätzen Verkehrssituationen bereits deutlich besser als Grundschüler ein. Dennoch empfehlen auch bei Schulrucksäcken auf mindestens eine reflektierende Fläche zu achten.

Auch Kinder ab 10 Jahren (ab. der 5. Klasse) befinden sich noch im Wachstum. Die Ausbildung der Muskulatur und des Knochenapparates ist jedoch schon deutlich fortgeschritten. Haltungsschäden können bei einem normal ausgebildeten Körperbau nicht mehr durch das Tragen eines Schulrucksackes hervorgerufen werden. Die Schulrucksäcke verfügen zwar teilweise auch über ergonomische Tragegurte und Rückenpolster, diese sind jedoch nicht so ausgeprägt wie bei klassischen Ranzen. Dennoch sollten Sie darauf achten, dass der Rucksack nicht zu schwer ist und nur das mitgenommen wird, was auch wirklich benötigt wird.

Nachteile der Schulrucksäcke

Wie bereits erwähnt, haben Schulrucksäcke keine optimal verstärkten und ergonomischen Rückenpolster und sind daher für Kinder im Grundschulalter ungeeignet. Sie besitzen zudem meist weniger reflektierende Warnflächen. Rucksäcke sind zwar auch aus hochwertigen, reißfesten Materialien gefertigt, dennoch werden die meist mit einem Reißverschluss geschlossen und sind somit nicht immer ganz wasserdicht. Die fehlende Standfläche kann ebenfalls dazu beitragen, dass der Rucksack beim Abstellen schnell umkippen kann.

Schultrolleys

VorteileNachteile
  • Geeignet für Schüler der 1. bis 4. Klassenstufe
  • Rollfunktion
  • Stabiler Rahmen aus Kunststoff
  • Robust und widerstandsfähig
  • Schmutz- und wasserabweisend
  • Sicherer Stand
  • Viel Platz für Reflektorflächen
  • Fokus liegt nicht auf Ergonomie und Tragekomfort
  • Ziehbewegung führt zur Drehung der Wirbelsäule
  • Hohes Gewicht beim Treppensteigen
  • Hohes Eigengewicht durch zusätzlichen Griff und Rollen
  • Können „uncool“ wirken
  • Oftmals sehr breit

Vorteile eines Schultrolley

Der Schultrolley ist mit dem klassischen Schulranzen vergleichbar. Zusätzlich besitzt ein Schultrolley jedoch einen ausziehbaren Griff und mindestens zwei Rollen. Der Schultrolley ist für Kinder im Grundschulalter (ca. 6-10 Jahre) konzipiert. Für ältere Kinder wirken diese Trolleys meist „uncool“, sodass hier eher zu einem Rucksack gegriffen werden sollte. Der Schultrolley besitzt ebenso einen stabilen Rahmen aus Kunststoff, sodass ihm Schläge und Stöße generell nichts ausmachen. Zudem bietet er viel Platz für reflektierende Warnflächen. Bauartbedingt verfügt er aufgrund einer stabilen Bodenplatte und der Rollen auch über einen sicheren Stand.

Nachteile eines Schultrolley

Hinweis
Mediziner raten: „Hände weg von Schultrolleys. Beim Ziehen nehmen die Kinder eine ungesunde Drehbewegung ein“. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier

Viele Eltern machen sich sorgen, dass ihr Kind zu schwer trägt. Die Idee, einen Schultrolley zu kaufen und den Kinderrücken zu entlasten, liegt also nahe. In vielen Kundenbewertungen liest man, wie gut ein Schulranzen mit Rollen für den Rücken ist. Aber stimmt das wirklich? Auf Basis unserer Erfahrungen, besitzt die Verwendung eines Schultrolleys auch große Nachteile, die auf den ersten Blick vielleicht nicht sofort erkennbar sind. Welche das sind, erfahren Sie nachfolgend.

Ein Schultrolley bietet sowohl die Möglichkeit die Schultasche zu ziehen, aber auch auf dem Rücken zu tragen. Allerdings liegt das Hauptaugenmerk beim Schultrolley eher bei der Rollfunktion. Dies führt dazu, dass beim Tragen die Ergonomie in den Hintergrund rückt. Rückenpolster und Tragegurte sind aus ergonomischer Sicht daher nicht so gut wie bei klassischen Schulranzen. Der Einbau des ausziehbaren Griffes kann bei einigen Modellen sogar zu Lasten der Ergonomie (Rückenpolster) gehen.

Ein weiterer Nachteil ist die unnatürliche Haltung beim Ziehen des Trolleys. Durch die Ziehbewegung werden  die Wirbelsäule und die Schulter leicht nach hinten gedreht. Diese Haltung kann dazu führen, dass langfristig Haltungsschäden, Rückenprobleme und folglich Rückenschmerzen hervorgerufen werden. Auf dem Schulweg kommt es nicht selten vor, dass Ihr Kind Treppen steigen muss. Mit einem klassischen Ranzen auf dem Rücken stellt das kein Problem dar. Ein Trolley muss jedoch bei jedem Treppensteigen getragen werden. Somit muss die Armmuskulatur Ihres Kindes das gesamte Gewicht stemmen.

Bedingt durch die Integration der Rollen und Tragegriffkonstruktion hat ein Schultrolley ein höheres Eigengewicht als klassische Schulranzen, was beim Tragen wiederum zu einer höheren Belastung führt.

Wir empfehlen nur bedingt den Kauf eines Ranzens mit Rollen. Sofern Ihr Kind körperlich dem Alter entsprechend ausgebildet ist, sollten Sie eher zu einem klassischen Schulranzen greifen. Hat Ihr Kind bereits jetzt Probleme mit dem Rücken oder Haltungsschäden, kann unter Umständen ein Schultrolley Sinn machen. Hier raten wir jedoch dazu, zuvor einen Orthopäden um Rat zu fragen.

Unser Tipp

Die Einstellung des Schulranzens (Gurtlänge, Einstellung Brust- und Hüftgurt etc.) sollte laufend kontrolliert werden. Wir empfehlen diese Kontrolle mindestens monatlich zu machen, um Fehlhaltungen von vornherein zu vermeiden.

Mehr zu Thema Schulranzen richtig einstellen

Ergonomie - Gute Passform und Trageeigenschaften sind ein MUSS

Einer der wohl wichtigsten Eigenschaften ist die Ergonomie. Diese beschreibt den Sitz und die Passform des Schulranzens (Trageeigenschaften) und ist mit das wichtigste Kaufkriterium.

Rückenpolster - auf Polsterung und Belüftung achten

Die Testsieger aus unserem Schultaschen Test haben allesamt ergonomisch geformte und gepolsterte Rückenpolster. Diese Modelle haben besonders gute Trageeigenschaften.  Beispielweise wurde das Rückenpolster des Scout Alpha auf Basis von 600 unterschiedlichen Rückenprofilen entwickelt. Die Rückenpartie des Motion Plus von Herlitz wurde in Zusammenarbeit mit der Physiotherapeutin Anne Fuchs entwickelt. Das Rückenpolster sollte optimal an der Wirbelsäule anliegen, um Fehlhaltungen, einseitige Belastungen und damit einhergehende Rückenprobleme zu vermeiden. Zudem sorgt eine ergonomisch geformtes Rückenpolster für ein angenehmes Tragegefühl.

Tragegurte - mindestens 3-5 cm breit

Gute Tragegurte sind gepolstert und zeichnen sich durch eine S-Form oder Bananenform aus. Die Polsterung und die Form der Tragegurte ermöglicht einen optimalen Sitz und Lastverteilung. Die Riemen sollten mindestens 3-5 cm dick sein, damit die Last optimal auf den Schultern verteilt wird. Modelle mit sehr dünnen Tragegurte können auf Dauer einschneiden.

Brust- und Hüftgurt -  guter Sitz und Entlastung des Rückens.

Ein Brustgurt sorgt dafür, dass der Ranzen auf dem Rücken nicht verrutscht und verhindert damit einseitige Belastungen. Der Hüftgurt trägt auch zu einem sicheren Sitz bei. Zusätzlich wird aber bei korrekt angelegtem Hüftgurt das Gewicht von den Schultern auf die Hüfte verlagert. Mittlerweile haben nahezu alle Schulranzen-Hersteller ihre Modelle mit Brust- oder Hüftgurt ausgestattet. Aber nicht bei allen Modellen sind die Gurte Lieferumfang enthalten, können aber nachgekauft werden. Wir empfehlen grundsätzlich ein Schulranzen mit Brust und Hüftgurt zu kaufen. 

Lagekontrollriemen - zur Einstellung des Abstandes zwischen Schultern und Ranzen

Schulranzen-Fahrradfahren

Neue Modelle wie beispielsweise der Scout Alpha oder der Ergobag Cubo  haben einen sogenannten Lageverstellriemen. Dieser ist zwischen den Tragegurten und dem oberen Ende des Ranzens angebracht. Er dient dazu, den Abstand zwischen den Schultern und der Oberkante des Ranzens zu verändern. Insbesondere beim Laufen, Toben und Fahrradfahren wird der Sitz dadurch deutlich stabilisiert.

Nicht jeder Ranzen passt - die Körpergröße der Kinder ist entscheidend

Auch die Körpergröße spielt eine entscheidende Rolle. Kinder, die in die Schule kommen, sind vom Wachstum noch sehr unterschiedlich. Daher ist es wichtig den Ranzen auch entsprechend der Körpergröße auszuwählen. Denn nur wenn der Ranzen auch richtig ausgewählt passt, kann er perfekt sitzen.

Aktuelle Schulranzenmodelle verfügen über ein mitwachsendes Tragesystem. Das höhenverstellbare Gurtsystem ermöglicht somit ein „mitwachsen“ des Ranzens von der 1. bis zur 4. Klasse. Der Ranzen lässt sich somit optimal an die Größe Ihres Kindes anpassen. Zur Orientierung haben wir die Größenempfehlungen der einzelnen Modelle in einer Tabelle für Sie zusammengefasst.

Sicherheit - Reflektoren und fluoreszierende Warnflächen

2015 verunglückten ca. 30.000 Kinder im Straßenverkehr. Im Durchschnitt kam laut dem statistischen Bundesamt alle 19 Min ein Kind unter 15 Jahren im Straßenverkehr zu schaden (Kinderunfälle im Straßenverkehr, Statistisches Bundesamt). Der Schulweg stellt dabei die größte Gefahr dar. Gerade Grundschüler und Erstklässler werden durch ihre geringe Körpergröße von Autofahrern  leicht übersehen. Wenn im Herbst und Winter dann noch Dunkelheit oder schlechte Sicht durch Regen und Schnee hinzukommt, sind Schulkinder besonders gefährdet. Daher ist das Thema Sicherheit ein entscheidendes Testkriterium bei unseren Testverfahren. Denn ein auffälliger und leuchtender Schulranzen bedeutet besser im Verkehr gesehen zu werden. Auch wenn Kinder die Straßenverkehrsordnung kennen und wissen, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten müssen, ist es leider nicht immer garantiert, dass sie es auch machen. Oft handeln Kinder ohne über weitere Konsequenzen nachzudenken und rennen beispielsweise einem Ball hinterher, welcher auf die Straße rollt. Wie wichtig das Thema Sicherheit ist, wird vielen Eltern leider erst klar, wenn schon ein Unfall passiert ist. Es muss zwar nicht immer gleich mit dem Schlimmsten gerechnet werden, aber trotzdem möchte man seinen Kindern natürlich solch kritische Erfahrungen ersparen.

Reflektoren und leuchtende Farben sind empfehlenswert

Wir empfehlen den Kauf eines Schulranzens mit Reflektoren (Reflektorstreifen) und hell leuchtenden, fluoreszierenden Signalfarben (gelb oder orange). Die Reflektoren des Ranzens werfen bei Dunkelheit das Scheinwerferlicht der Autofahrer zurück. Die Signalfarben sorgen für eine Warnwirkung und Auffälligkeit am Tag. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind dabei von einem Autofahrer übersehen wird, kann mit einem reflektierenden Modell deutlich minimiert werden. Stiftung Warentest und Öko-Test bewerteten in den letzten Tests viele Ranzen als unsicher (Testergebnis: mangelhaft), da diese nicht leuchten.

Schulranzen nach DIN 58124

Ist Ihr Kind oft im Dunkeln und auf unbeleuchteten Wegen unterwegs, empfehlen wir einen Ranzen nach DIN 58124 Norm. Diese definiert, wie ein sicherer Schulranzen konstruiert sein muss. In Bezug auf die Sicherheit bzw. Leuchtwirkung ist es entscheidend, wie viel Prozent der sichtbaren Fläche reflektiert bzw. fluoresziert:

  • Mindestens 20% der sichtbaren Fläche müssen mit fluoreszierenden (bei Bestrahlung aufleuchtenden) Materialen ausgestattet sein. Diese sollen auch am Tag und in der Dämmerung leuchten. Erlaubt sind hier leuchtstarke Farben wie Orange-Rot und Gelb.
  • Mindestens 10% der Vorder- und Seitenflächen müssen mit retroreflektierenden Materialien ausgestattet sein. Bei diesen Materialien wird das Licht der Scheinwerfer bei Dunkelheit zurückgeworfen (Katzenaugeneffekt).
Unser Tipp
Auch Schulranzen ohne DIN Norm können sicher sein. Nutzen Sie separat erhältliche LED Lichter zum Anstecken.

Die meisten Schulranzen Modelle aus unserem Test sind auch als DIN-Variante erhältlich.  Alle Modelle, die diese Norm erfüllen, werden von uns entsprechend gekennzeichnet. Eine Übersicht aller DIN Modelle finden Sie hier. Ranzen und Tornister, welche die DIN 58124 nicht erfüllen, leuchten und reflektieren meist auch. Ist der Schulweg Ihres Kindes gut beleuchtet, können auch diese Ranzen ohne Probleme gekauft werden. Weitere Informationen zur DIN 58124 finden Sie beim Deutschen Institut für Normung.

Das sagt die Stiftung Warentest über die DIN-Norm

Die Erfüllung der DIN-Norm ist bei der Stiftung Warentest ein entscheidendes Testkriterium. Die Tester vertreten hier einen deutlichen Standpunkt: Im letzten Test im Jahre 2013 erhielten alle Schulranzen, die die Norm nicht erfüllten, das Testurteil "mangelhaft". Dabei war es egal, ob die Ranzen in anderen Teildisziplinen wie Ergonomie,  Handhabung im Schulalltag oder Schadstofffreiheit bessere Noten erhielten. Die Testnote und damit das Testergebnis konnte somit nicht besser sein als "mangelhaft". 

Die Stiftung Warentest rät daher: Sicherheit kommt vor Design! Es sollte nur ein Schulranzen gekauft werden, der komplett leuchtet.

Gewicht - der Irrglaube der 10% Regel

Zum Schulanfang taucht immer wieder die Frage auf: Wie schwer darf ein Schulranzen eigentlich sein? Im Internet findet man viele unterschiedliche Ansätze und Richtlinien. Unter anderem warnen Krankenkassen, TÜV und Ärzteorganisationen vor zu schweren Ranzen. Doch was bedeutet eigentlich zu schwer? Welcher Richtwert stimmt? Und kann es überhaupt so pauschal für jedes Kind beantwortet werden? Diese Fragen wollen wir hier beantworten.

Die veraltete 10%-Regel

Diese besagt, dass gepackte Schulranzen bei normalwüchsigen Kindern nicht mehr als 10% des Körpergewichtes wiegen sollte. Diese Faustregel ist sogar in der Schulranzen DIN 58124 verankert. Aber selbst die Experten beim Institut für Normung in Berlin können nicht sagen, auf welcher Grundlage diese Empfehlung beruht. Eine Studie als seriöse Quelle gibt es zumindest nicht. Es wird jedoch vermutet, dass diese uralte Empfehlung auf das Marschgepäck einer 20 Kilometer langen Wegstrecke eines Rekruten zurückzuführen ist. 

Unser Tipp
Das maximale Gewicht eines Schulranzens ist individuell von Kind zu Kind unterschiedlich. Wir raten davon ab, starre Normen zu beachten. Bei Kindern mit gesundem Rücken und durchschnittlich entwickelter Muskulatur sind auch bei mehr als 10% Gewicht keine Rückenschäden zu befürchten.

Mehr Gewicht ist nicht gleich schädlich

Das maximale Gewicht ist von Kind zu Kind individuell und kann nicht mit einer Faustregel berechnet werden. Je nach körperlicher Konstitution darf der Schulranzen auch etwas schwerer sein, ohne dass Haltungsschäden die Folge sind. Die Universität Saarbrücken hat in der KID-Check Studie herausgefunden, dass Schulranzen auch mal mehr als 20% des Körpergewichtes wiegen dürfen. Auch der Verein AGR (Aktion gesunder Rücken) empfiehlt, das maximale Schulranzengewicht nicht zu pauschalisieren, sondern vom Träger abhängig zu machen.

Dennoch gilt natürlich: Ein leichter Schulranzen ist besser als ein schwerer. Durch die fortschreitende Technik und die immer besseren Materialien sind die meisten Modelle bereits echte Leichtgewichte. In unserem aktuellen Test finden Sie auch echte Leichtgewichte mit ca. 800 Gramm Eigengewicht. Die Modelle eignen sich besonders für zierliche Kinder geeignet. 

Zusammenfassung – 6 Tipps für ein optimales Gewicht

  • Halten Sie sich nicht an die starre 10% Regel. Achten Sie vielmehr auf die körperliche Konstitution Ihres Kindes
  • Prüfen Sie regelmäßig den Inhalt. Es sollten nur die Bücher und Schulutensilien mitgenommen werden, die auch benötigt werden
  • Sprechen Sie ggf. mit dem Lehrer, ob Bücher in der Schule gelagert werden können
  • Schwere Bücher sollten in rückennah transportiert werden, um die Last besser zu verteilen. Viele Modelle besitzen separate Bücherfächer.
  • Achten Sie darauf, dass der Schulranzen optimal sitzt und nicht durchhängt
  • Achten Sie darauf, dass er nicht nur über eine Schulter getragen wird
  • Fragen Sie Ihr Kind regelmäßig, ob die Schultasche zu schwer ist
  • Seien Sie aufmerksam, wenn Ihr Kind über Rückenschmerzen klagt

Schulranzen Größe - 18-22 Liter in der Regel ausreichend

Auch das Volumen, also der Packinhalt spielt beim Schulranzenkauf eine Rolle. Auf der einen Seite sollte ein neuer Schulranzen nicht zu klein sein, damit alle Schulsachen sicher verstaut werden können. Auf der anderen Seite besteht bei zu großen Ranzen die Gefahr, dass diese wieder zu schwer werden. Für den normalen Schulalltag sollen 18-22 Liter vollkommen ausreichen. Wer von vornherein weiß, dass täglich nur wenige Schulutensilien benötigt werden, kann auch zu einem Schulranzen mit einem geringeren Fassungsvermögen greifen. Das größte Volumen in unserem Schulranzen Test 2021 hat mit 25,5 Litern der Ergo Flex XL von DerDieDas. Dieser bietet natürlich sehr viel Stauraum, dennoch besteht hier die Gefahr, dass das Platzangebot von Ihrem Kind auch ausgenutzt wird und der Schulranzen somit schnell sehr schwer wird. Um diesen Umstand entgegenzuwirken, empfehlen wir in regelmäßigen Abständen das Gewicht zu kontrollieren.

Handhabung im Schulalltag

Die Handhabung ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, worauf Sie beim Kauf achten sollten. Ist der Schulranzen in der Handhabung unpraktisch, kann Ihr Kind schnell die Lust daran verlieren. Bedenken Sie auch, dass die Schultasche eine Art Arbeitsmittel für ihr Kind ist. Als treuer Schulbegleiter sollte der Schulranzen einige Grundfunktionen erfüllen.

Tragegriff und Aufsetzhilfe

Beim Einsteigen in den Bus muss der Schulranzen auch schon mal mit der Hand getragen werden. Dafür sollte ein guter Tragegriff vorhanden sein. Er sollte weit genug sein, sodass der Ranzen auch im Winter mit Handschuhen getragen werden kann. Achten Sie zudem auch darauf, dass der Tragegriff griffig ist und nicht in die Hände einschnürt.

Einfach zu bedienender Verschluss

Bedenken Sie, dass Ihr Kind den Schulranzen täglich mehrmals Öffnen und Schließen muss. Daher sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass der Verschluss einfach zu bedienen ist. Viele Modell verfügen daher über Magnetschlösser, die sich sehr einfach öffnen lassen und beim Schließen fast automatisch einrasten.

Weit öffnender Deckel

Der Deckel des Schulranzens sollte sich weit öffnen lassen. Nur so ist sichergestellt, dass Ihr Kind auch in der Schule alles wieder richtig einpacken kann. Lässt der Deckel sich nicht weit öffnen, werden die Schulsachen schnell „hineingestopft“, wodurch Hefte und Ordner unansehnlich werden.

Front- und Seitentaschen für Getränkeflaschen

Frontaschen eignen sich besonders gut für kleine Teile, die in großen Fächern schnell verloren gehen. Auch die Brotdose findet hier in vielen Modellen Platz. Einige Modelle von Lego oder Step by Step verfügen sogar über ein isoliertes Vorfach. Dieses ist mit einer Thermofolie ausgekleidet und sorgt dafür, dass die Lebensmittel länger frisch bleiben.

Seitentaschen eignen sich besonders gut für die Verstauung von Trinkflaschen. Somit bleibt mehr Platz im Hauptfach für die Schulutensilien. Ein großer Vorteil: Läuft die Flasche einmal aus, werden nicht gleich alle Schulsachen durchweicht. Ebenfalls sind Ablauföffnungen in den Seitentaschen empfehlenswert. Auslaufende Flüssigkeiten können in diesem Fall also gar keinen Schaden mehr anrichten.

Durchdachte Innenaufteilung

Auch das Innenleben bzw. Innenraumaufteilung des Ranzens ist wichtig. Denn nur mit einem durchdachten Fächersystem können Sie bzw. Ihr Kind die Schultasche richtig packen. Die richtige Gewichtsverteilung der Schulutensilien ist entscheidend, um den Rücken Ihres Kindes zu schonen. Achten Sie darauf, dass schwere Bücher immer körpernah (also direkt am Rücken) getragen werden. Hierfür sollte der Schulranzen über ein separates Bücherfach verfügen. Denn nur so kann vermieden werden, dass Ihr Kind die falsche Gewichtsverteilung mit dem Körper ausgleichen muss. Achten Sie zudem darauf, dass auch A4-Ordner in der Schultasche Platz finden können. Einige Modelle bieten zudem ein unterteiltes Hauptfach an. So lassen sich die Schulsachen besser sortieren.

Wasserabweisende Materialen

Zuerst einmal vorweg. Kein Ranzen aus unserem Test war vollkommen wasserdicht. Bei starkem Regen drang vermehrt Wasser in den Innenraum. Leichten bis mäßigen Regen konnten die Ranzen dank der wasserabweisenden Imprägnierung jedoch locker standhalten. Wir empfehlen Ihnen daher für starke Regentage eine separate Regenhülle zu kaufen. Viele Ranzen verfügen über ein extra Fach, sodass der Regenschutz problemlos verstaut werden kann.

Ebenfalls sollte der Boden aus einer stabilen Kunststoffwanne bestehen und bestenfalls zwei oder vier Standfüße besitzen. So kann keine aufsteigende Feuchtigkeit ins Innere des Ranzens gelangen, auch wenn die Schultasche bei Regen abgestellt wird. Zudem gewährleisten die Füße einen stabilen und kippsicheren Stand.

Material- und Verarbeitungsqualität

Für eine lange Lebensdauer ist die Verarbeitung und die Materialqualität entscheidend. Denn ein Ranzen muss so einiges aushalten. Nicht immer wird dieser ordentlich abgestellt. Es kann schon mal vorkommen, dass der Schulranzen nach Schulschluss in die Ecke geworfen wird. Daher haben wir bei der Vergabe der Testergebnisse ebenfalls die Verarbeitungsqualität mit einfließen lassen.

Schadstofffreiheit

Wie gefährlich Schadstoffe für den Menschen sein können, wurde bereits oft in den Medien heiß diskutiert. Umso wichtiger ist es, dass gerade bei Kindern eine möglichst geringe Belastung  an bedenklichen Inhaltsstoffen zugelassen wird. Auch die Schulranzenhersteller haben darauf reagiert und verzichten bei der Produktion auf schädliche Stoffe. Damit sind nahezu alle Modelle frei von schädlichen Inhaltsstoffen wie Azofarbstoffen, Cadmium, PCP und allergieauslösenden Farbmitteln. Sollten Sie sich bei einem Modell unsicher sein, lesen Sie unseren Testbericht oder schauen Sie in das entsprechende Datenblatt.

Fazit

Den richtigen Schulranzen zu kaufen ist aufgrund der Anzahl verschieden Marken und Modelle auf dem Markt nicht ganz einfach. Auch wenn das Design für die Kinder wahrscheinlich das einzige ausschlaggebende Argument für den Kauf eines Ranzens ist, so sollten Eltern doch ein paar mehr Faktoren bei der Kaufentscheidung berücksichtigen. Besonders wichtig sind die fluoreszierenden und reflektierenden Flächen des Schulranzens bei dunklen Schulwegen. Denn ohne diese werden Kinder auf dem Schulweg schlecht gesehen. Die Unfallwahrscheinlichkeit ohne leuchtende und reflektierende Materialien wäre wohl um ein vielfaches höher.

Natürlich spielt aber auch die Gesundheit des Kindes eine entscheidende Rolle. Der Ranzen darf nicht zu schwer sein, aber vielmehr sind ein guter Tragekomfort und ein ergonomischer Sitz entscheidend. Die Tragegurte sollten korrekt eingestellt sein, um Rückenschmerzen oder Folgeschäden an der Wirbelsäule vorzubeugen. Oft wird auch das Packen des Schulranzens unterschätzt. Eine richtige Gewichtsverteilung - schwere Gegenstände nah am Körper - kann ebenfalls das Tragegefühl verbessern und Schmerzen in der Wirbelsäule verhindern.

Ebenfalls sollte die Materialqualität beim Schulranzen Kauf eine Rolle spielen. Gute Modelle sind nicht ganz billig, daher sollte dieser auch einiges aushalten. Das Material sollte zudem wasserabweisend sein, damit Bücher und Hefte vor starken Regen geschützt sind. Zusätzlich sollte das verwendete Material frei von Schadstoffen sein, die ihrem Kind auf Dauer schädigen können.

Wissenswertes rund um den Schulranzen

Wie reinige ich einen Schulranzen?

Brotkrümel, Anpitzreste und ausgelaufene Trinkflaschen machen einen Schulranzen schnell unansehnlich. Von Zeit zu Zeit, aber mindestens zu jedem Schuljahreswechsel, sollte der Ranzen gründlich gereinigt werden. Im Internet tummeln sich viele Anleitungen und Ideen. Von der Handwäsche bis hin zur Reinigung in der Spülmaschine/Waschmaschine ist alles dabei. Von letzterem raten wir allerdings ab, da bei dieser Methode die Schultasche beschädigt werden kann. Wir empfehlen den Schulranzen per Handwäsche zu säubern. Das ist deutlich schonender. Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung zum Reinigen des Schulranzens.

Wie stelle ich den Schulranzen richtig ein?

Damit der Schulranzen richtig sitzt und keine Rückenschmerzen verursacht, muss dieser individuell eingestellt werden. Aktuelle und moderne Schulranzen verfügen über eine Menge Einstellmöglichkeiten. Bei der Einstellung des Ranzens sollten Sie wie folgt vorgehen:

  • Bei Schulranzen mit mitwachsendem Tragegurtsystem muss zunächst die Höhe eingestellt werden. Die Oberkante des Ranzens sollte auf einer Höhe mit den Schultern sein. So kann Ihr Kind auch den rückwärtigen Verkehr beim Umdrehen wahrnehmen.
  • Tragegurte werden nun so weit festgezogen, dass kein Hohlraum mehr zwischen Rücken und Schultasche vorhanden ist
  • Stellen Sie den Hüftgurt so ein, dass er mittig auf den Hüftknochen aufliegt
  • Stellen Sie den Brustgurt so ein, dass dieser etwa 5-7cm unterhalb des Schlüsselbeins anliegt
  • Stellen Sie den Lageverstellriemen so ein, dass ein möglichst kleiner Abstand zwischen Rücken und der Oberkante des Ranzens entsteht. Achten Sie aber darauf, dass sich dabei nicht die Tragegurte vom Rücken abheben
  • Probieren Sie die Einstellung aus. Der Ranzen sollte mindestens 10 Minuten getragen werden. Wenn Ihr Kind mit dem Fahrrad zur Schule fährt, ist auch hier eine Probefahrt angebracht
  • Überprüfen Sie die Einstellung mindestens zweimal im Jahr. Wachstumsschübe oder auch Kleidung (dünnes T-Shirt / dicke Winterjacke) können einen großen Unterschied ausmachen

Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung zum Einstellen des Schulranzens.

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Wie packe ich einen Schulranzen richtig?

Um unnötiges Gewicht und eine falsche Gewichtsverteilung zu vermeiden, muss der Schulranzen richtig bepackt werden. Nicht selten kommt es vor, dass durch falsches Packen Fehlhaltungen hervorgerufen werden. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten müssen:

  • Packen Sie nur das in den Ranzen, was auch benötigt wird. Wir empfehlen den Ranzen direkt nach den Hausaufgaben zu befüllen, denn morgens bleibt oft nur wenig Zeit
  • Unterstützen Sie Ihr Kind beim Packen. Entscheiden Sie gemeinsam, welches Buch oder welche Hefte am nächsten Schultag benötigt werden
  • Schwere Gegenstände wie Bücher sollten nah am Rücken platziert werden. Dadurch werden Hebelkräfte vermieden. Alle aktuellen Schulranzenmodelle verfügen über diese Bücherfächer
  • Prüfen Sie, ob Bücher in der Schule gelagert werden können, wenn diese nicht für die Hausaufgaben benötigt werden
  • Kontrollieren Sie regelmäßig das Gewicht der Schultasche. Gerade wenn Kinder selbst packen, werden oft zu viele Lernmaterialien mitgenommen

Hier finden Sie eine detaillierte Anleitung zum Packen des Schulranzens.

Passenden Schulranzen finden mit dem Schulranzen-Finder

Wenn Sie noch unsicher sind, welcher Schulranzen der passende für Ihr Kind ist, dann empfehlen wir Ihnen unseren praktischen Schulranzen-Finder. Dabei werden Schritt-für-Schritt alle wichtigen Details und Eigenschaften abgefragt. Natürlich berücksichtigen wir auch Körpergröße und Statur Ihres Kindes, denn nicht jeder Schulranzen passt auf jeden Kinderrücken. Am Ende erhalten Sie eine Auswahl aller passenden Schulranzen für die Grundschulzeit oder die weiterführende Schule. Um den Schulranzen Finder zu starten, wählen Sie einfach die gewünschte Altersklasse aus.

Schulranzen Finder 1-4. KlasseSchulranzen Finder Klasse 5 

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