Schulranzen Test 2016

Auch 2016 ist es wieder soweit – die Schule beginnt für die kleinen Abc-Schützen. Für alle Kinder sicherlich eine sehr aufregende Zeit, aber auch für Eltern gibt es eine Menge zu beachten. Am wichtigsten ist wohl die Frage, welcher Schulranzen am besten für Ihr Kind geeignet ist. Unser Schulranzen Test soll Ihnen bei dieser Frage eine Hilfestellung sein und Ihnen die Kaufentscheidung erleichtern.

Unsere Testsieger sind in verschiedenen Motiven und Designs erhältlich. Daher eigenen sich die Testsieger sowohl für Jungen als auch für Mädchen.

Testsieger

Scout Alpha

(27 Motive wählbar)

Scout Alpha

Sehr gut

ab 148,50 €*

2. Platz

Ergobag Cubo

(21 Motive wählbar)

Ergobag Cubo

Sehr gut

ab 219,00 €*

3. Platz

Herlitz Motion Plus

(7 Motive wählbar)

Herlitz Motion Plus

Sehr gut

ab 71,31 €*

Testsieger: Scout Alpha

MarkeScout
ModellAlpha
Gewicht1280 Gramm
Volumen20 Liter
DesignsUnterschiedliche Designs wählbar
GeschlechtJungen
Altersklasse1.-4. Klasse
  • Innovative Form
  • Große Vortasche
  • Weit zu öffnender Deckel mit Stundenplan
  • Geringes Eigengewicht
  • Rückenpolster auf Basis von 600 Rückenprofilen entwickelt
  • Lagekontrollriemen für optimalen Sitz
  • Ablauföffnung Seitentaschen
  • Flexibles Innenraumvolumen
  • Geeignet für A4-Ordner
  • Viele Farben und Motive
  • Hoher Anschaffungspreis

2. Platz: Ergobag Cubo

MarkeErgobag
ModellCubo
Gewicht1100 Gramm
Volumen19 Liter
DesignsUnterschiedliche Designs wählbar
GeschlechtJungen
Altersklasse1.-4. Klasse
  • 7 tlg. Set
  • Sehr Geringes Eigengewicht
  • höhenverstellbare und mitwachsende Tragegurte
  • Individuell einstellbare Innenaufteilung
  • 100% aus recycelten PET-Flaschen hergestellt
  • Individualisierung durch Kletties
  • Gepolsterte breite Beckenflossen
  • Fester Boden mit Standfüßen
  • Separat erhältliche Regenhülle
  • Viele Farben und Motive
  • Hoher Anschaffungspreis
  • erfüllt DIN 58124 nicht, aber mit Zip-Flächen nachrüstbar

3. Platz: Herlitz Motion Plus

MarkeHerlitz
ModellMotion Plus
Gewicht1000 Gramm
Volumen18 Liter
DesignsUnterschiedliche Designs wählbar
GeschlechtMädchen
Altersklasse1.-4. Klasse
  • 4 tlg. Set
  • Entwickelt mit der Physiotherapeutin Anne Fuchs
  • Sehr Geringes Eigengewicht
  • Auch für zierliche Kinder geeignet
  • Stufenlos, verstellbares ErgoActive Rückensystem
  • Brust- und abnehmbarer Hüftgurt
  • Stabile Bodenplatte mit Gumminoppen
  • Extra Einschub für schwere Bücher
  • Viele unterschiedliche Farben und Motive
  • Erfüllt nicht die DIN 58124

Testsieger Stiftung Warentest: Scout Buddy

MarkeScout
ModellBuddy
Gewicht1250 Gramm
Volumen20 Liter
DesignsUnterschiedliche Designs wählbar
GeschlechtMädchen
Altersklasse1.-4. Klasse
  • Testurteil Stiftung Warentest (3/2013): Gut (2,3)
  • Separates Bücherfach verlagert Schwerpunkt an den Kinderrücken
  • Großes Volumen
  • Gerginges Eigengewicht
  • Atmungsaktive Rückenpolsterung
  • Sehr weit zu öffnender Deckel
  • Viele verschiedene Motive und Designs
  • Brust- und Hüftgurt nur separat erhältlich

Jungen Vergleichstabelle

Die besten Schulranzen für Jungen im Vergleich
Scout AlphaErgobag CuboHerlitz Motion Plus
MarkeScoutErgobagHerlitz
ModellAlphaCuboMotion Plus
TestberichtTestberichtTestberichtTestbericht
Bewertung4.84.74.6
PreisvergleichPreisvergleichPreisvergleichPreisvergleich
Daten
Gewicht1280 Gramm1100 Gramm1000 Gramm
Volumen20 Liter19 Liter18 Liter
Maße32 x 40 x 25cm25 x 40 x 20cm28 x 41 x 20cm
Ergonomie
Riemen verstellbar
Ergonomisches Rückenpolsterjajaja
Belüftetes Rückenpolsterjajaja
Erfüllt DIN58124janeinnein
Reflektierend
Frei von Giftstoffen
BesonderheitenFrei von Azofarbstoffen, Cadmium, PCP und allergieauslösenden FarbmittelnFrei von Azofarbstoffen, Cadmium, PCP, Weichmachern und allergieauslösenden Farbmitteln

Mädchen Vergleichstabelle

Die besten Schulranzen für Mädchen im Vergleich
Scout AlphaErgobag CuboHerlitz Motion Plus
MarkeScoutErgobagHerlitz
ModellAlphaCuboMotion Plus
TestberichtTestberichtTestberichtTestbericht
Bewertung4.84.74.6
PreisvergleichPreisvergleichPreisvergleichPreisvergleich
Daten
Gewicht1280 Gramm1100 Gramm1000 Gramm
Volumen20 Liter19 Liter18 Liter
Maße32 x 40 x 25cm25 x 40 x 20cm28 x 41 x 20cm
Ergonomie
Riemen verstellbar
Ergonomisches Rückenpolsterjajaja
Belüftetes Rückenpolsterjajaja
Erfüllt DIN58124janeinnein
Reflektierend
Frei von Giftstoffen
BesonderheitenFrei von Azofarbstoffen, Cadmium, PCP und allergieauslösenden FarbmittelnFrei von Azofarbstoffen, Cadmium, PCP, Weichmachern und allergieauslösenden Farbmitteln

Warum ist ein Schulranzen Test so wichtig?

Wissen Sie, worauf es bei einem guten Schulranzen eigentlich ankommt? Wir zeigen Ihnen was wirklich wichtig ist und worauf sie unbedingt achten sollten. Wie schwer darf der Ranzen sein, ohne die Gesundheit des Kindes zu gefährden? Was ist generell beim Kauf zu beachten? Welche Modelle gibt es überhaupt? Und welche Sicherheitsvorkehrungen und Normen sollten erfüllt sein? All diese und noch viele weitere Fragen wollen wir in unserem Schulranzen Test für Sie beantworten und haben daher die besten Modelle für Jungen und Mädchen miteinander verglichen. Ob Scout, Herlitz, 4you, Ergobag, Lego, Sammies oder aber Step by Step – jeder Hersteller hat seine Vor- und Nachteile.

Welche Schulranzen Typen gibt es?

Grundsätzlich werden vier unterschiedliche Typen im Schulranzentest unterschieden:

  • Klassische Ranzen mit einem stabilen Kunststoffrahmen (Tornister)
  • Schulrucksäcke (meist ab der 5. Klassenstufe verwendet)
  • Mischformen aus den beiden erstgenannten (Hybride)
  • Schultrolleys (Schulranzen mit Rollen und Ausziehgriff)

Klassische Schulranzen  (Tornister)

Kurz zusammengefasst: Vor- und Nachteile auf einen Blick

Vorteile Nachteile
  • Besonders gut geeignet für Schüler der 1. bis 4. Klassenstufe
  • Viele Reflektorflächen (gute optische Warnwirkung)
  • Ergonomische Rückenpolster und Tragegurte
  • Stabiler Rahmen aus Kunststoff
  • Sehr robust und widerstandsfähig
  • Schmutz- und wasserabweisend
  • Sicherer Stand durch stabile Bodenplatte
  • Lässt sich gut packen
  • Lässt sich einfach reinigen
  • Können „uncool“ wirken
  • Sperriger als Schulrucksäcke
  • Oftmals sehr breit

Vorteile der klassischen Schulranzen

Die klassischen Schulranzen (auch unter dem Namen Tornister bekannt) kennen viele noch aus Ihrer Kindheit. Auch heutzutage sind die sie von Scout, Herlitz oder Ergobag aus dem Schulalltag nicht wegzudenken. Sie eignen sich besonders für Grundschüler der 1. bis 4. Klassenstufe.

Was bedeutet eigentlich DIN 58124
  • Mindestens 20% der sichtbaren Fläche müssen mit fluoreszierenden (bei Bestrahlung aufleuchtenden) Materialen ausgestattet sein.
  • Mindestens 10% der Vorder- und Seitenflächen müssen mit retroreflektierenden Materialien ausgestattet sein (Katzenaugeneffekt)

Meist verfügen die Ranzen über eine sehr gute optische Warnwirkung. Durch fluoreszierende und retroreflektierenden Materialien werden Kinder im Dunkeln schon von weitem erkannt. Die DIN 58124 beschreibt in diesem Zusammenhang, wie hoch der Anteil der gelben und orangen Warnflächen sein muss. Aber nicht jeder Ranzen erfüllt diese Norm. Das muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass diese Ranzen schlecht sind. Ist der Schulweg kurz oder gut ausgeleuchtet, ist auch ein Ranzen empfehlenswert, welcher nicht dieser Norm entspricht. Zusätzlich ist es möglich auch LED Warnlichter an den Schulranzen anzubringen. Diese müssen in den meisten Fällen separat gekauft werden. Alle DIN 58124 konformen Schulranzen finden Sie hier.

Da die klassischen Ranzen besonders bei Grundschülern beliebt sind, ist auch die Ergonomie sehr wichtig. Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahre befinden sich noch im Wachstum. Knochenapparat und Muskulatur sind noch nicht komplett ausgebildet, sodass Haltungsschäden und falsche Belastungen in diesem Alter unbedingt vermieden werden sollte. Die besten Schultaschen in unserem Schulranzen Test 2016 verfügen daher über ergonomisch geformte Rückenpolster und Tragegurte.

Unser Tipp
Um Rückenschmerzen bei Ihrem Kind von vornherein zu vermeiden, sollte grundsätzlich darauf geachtet werden, dass schwere Sachen wie Bücher möglichst nah am Rücken gepackt werden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Ratgeberartikel Schulranzen richtig packen

Ein stabiler Rahmen aus Kunststoff macht die Ranzen sehr robust und widerstandsfähig. Auch wenn der Ranzen mal etwas unsanfter in die Ecke geworfen wird wird, sind Schulbücher und Hefte optimal geschützt. Bei leichtem bis mittlerem Regen halten die meisten Schulranzen dank der wasser- und schmutzabweisenden Materialen stand. Und sollte es doch mal etwas stärker regnen, schützen auch praktische Regenschutzhüllen.

Durch die breite Bauart lassen sich eine Menge Schulutensilien übersichtlich verstauen. Die Kastenform ermöglicht zudem einen sehr sicheren Stand, sodass dieser beim Abstellen nicht so leicht umkippen kann.

Nachteile der klassischen Schulranzen

Einen richtigen Nachteil können wir in diesem Fall nicht nennen, zumindest nicht bei der Funktionalität und Sicherheit. Lediglich die Motive und Designs der Ranzen sind für Kinder zwischen 6 bis 10 Jahren ausgelegt. Für Schüler höherer Klassen sind diese Ranzen daher eher „uncool“. Aus diesem Grund empfehlen wir für ältere Schüler eher einen Schulrucksack aus unserem Test.

Schulruckäcke

Kurz zusammengefasst: Vor- und Nachteile auf einen Blick

Vorteile Nachteile
  • Modernes Design
  • Weniger sperrig
  • Hohe Bewegungsfreiheit
  • Sehr flexibel
  • Besonders gut geeignet für Schüler ab der 5. Klassenstufe
  • Nicht geeignet für Kinder im Grundschulter
  • Weniger reflektierende Flächen
  • Nicht immer wasserabweisend
  • Unsicherer Stand
  • Weniger stabiles Rückenpolster als bei klassischen Ranzen
  • Schulunterlagen wie z.B Hefte können leichter verknicken

Vorteile der Schulrucksäcke

Schulrucksäcke sind die modernere Variante der Schultaschen. Sie wirken zeitloser und moderner und bieten durch die hohe Flexibilität sehr viel Bewegungsfreiheit. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Designs sind sie sehr bei Schülern ab der 5. Klasse beliebt.

Auch Schulrucksäcke können reflektierende Warnflächen besitzen, dennoch sind diese meist nicht so stark ausgeprägt wie bei den klassischen Schulranzen. Aus unserer Sicht führt dies jedoch nicht zum Ausschluss der Schulrucksäcke. Kinder ab der 5. Klasse haben bereits Erfahrungen im Straßenverkehr und schätzen Verkehrssituationen bereits deutlich besser als Grundschüler ein. Dennoch empfehlen auch bei Schulrucksäcken auf mindestens eine reflektierende Fläche zu achten.

Auch Kinder ab 10 Jahren (ab. der 5. Klasse) befinden sich noch im Wachstum. Die Ausbildung der Muskulatur und des Knochenapparates ist jedoch schon deutlich fortgeschritten als im Vergleich zu Grundschülern. Haltungsschäden können bei einem normal ausgebildeten Körperbau nicht mehr durch das Tragen eines Schulrucksackes hervorgerufen werden. Die Schulrucksäcke verfügen zwar teilweise auch über ergonomische Tragegurte und Rückenpolster, diese sind jedoch nicht so ausgeprägt wie bei klassischen Ranzen. Dennoch sollten Sie darauf achten, dass der Rucksack nicht zu schwer ist und nur das mitgenommen wird, was auch wirklich benötigt wird.

Nachteile der Schulrucksäcke

Wie bereits erwähnt, haben Schulrucksäcke keine so optimal verstärkten und ergonomischen Rückenpolster und sind daher für Kinder im Grundschulalter ungeeignet. Sie besitzen zudem meist weniger reflektierende Warnflächen.

Rucksäcke sind zwar auch aus hochwertigen, reißfesten Materialien gefertigt, dennoch werden die meist mit einem Reißverschluss geschlossen und sind somit nicht immer ganz wasserdicht. Die fehlende Standfläche kann ebenfalls dazu beitragen, dass der Rucksack beim Abstellen schnell umkippen kann.

Mischformen (Hybrid)

Bei den Schulranzen Mischformen handelt es sich um Modelle, welche die Vorteile der klassischen Ranzen mit den Vorteilen der Schulrucksäcke verbinden. Auch immer mehr Hersteller setzen auf diese Mischformen. Durch die Vermischung der Vorteile ist bei einigen Modellen in unserem Schulranzen Test eine eindeutige Zuordnung zu einem Typ nicht immer ganz einfach.

Kurz zusammengefasst: Vor- und Nachteile auf einen Blick

Vorteile Nachteile
  • Geeignet für Schüler der 1. bis 4. Klassenstufe, jedoch teilweise auch höhere Klassenstufen
  • Viele Reflektorflächen (gute optische Warnwirkung)
  • Ergonomische Rückenpolster und Tragegurte
  • Stabile Bodenplatte aus Kunststoff
  • Robust und widerstandsfähig
  • Schmutz- und wasserabweisend
  • Lässt sich gut packen
  • Lässt sich einfach reinigen
  • Moderneres Design als klassische Ranzen
  • Flexibler beim Toben, Rennen und Spielen
  • Schulutensilien bauartbedingt nicht so gut geschützt

Auch bei den hybriden Modellen wird großes Augenmerk auf die Ergonomie gelegt. Die Mischformen besitzen meist eine stabile Rückenkonstruktion, sodass diese optimal an den Kinderrücken angepasst werden kann. Dennoch sind sie nicht so sperrig wie klassische Schulranzen, da nur die Rücken- und Bodenplatte aus hartem Kunststoff gefertigt wird, der Rest jedoch aus flexiblem Material.

Die Mischformen bieten also eine echte Alternative, wenn die Entscheidung zwischen klassischen Schulranzen und Schulrucksäcken getroffen werden muss.

Schultrolleys

Kurz zusammengefasst: Vor- und Nachteile auf einen Blick

Vorteile Nachteile
  • Geeignet für Schüler der 1. bis 4. Klassenstufe
  • Rollfunktion
  • Stabiler Rahmen aus Kunststoff
  • Robust und widerstandsfähig
  • Schmutz- und wasserabweisend
  • Sicherer Stand
  • Viel Platz für Reflektorflächen
  • Fokus liegt nicht auf Ergonomie und Tragekomfort
  • Ziehbewegung führt zur Drehung der Wirbelsäule
  • Hohes Gewicht beim Treppensteigen
  • Hohes Eigengewicht durch zusätzlichen Griff und Rollen
  • Können „uncool“ wirken
  • Oftmals sehr breit

Vorteile eines Schultrolley

Der Schultrolley ist mit dem klassischen Schulranzen vergleichbar. Zusätzlich besitzt ein Schultrolley jedoch einen ausziehbaren Griff und mindestens zwei Rollen.

Der Schultrolley ist für Kinder im Grundschulalter (ca. 6-10 Jahre) geeignet. Für ältere Kinder wirken diese Trolleys meist „uncool“, sodass hier eher zu einem Rucksack gegriffen werden sollte. Der Schultrolley besitzt ebenso einen stabilen Rahmen aus Kunststoff, sodass ihm Schläge und Stöße generell nichts ausmachen. Zudem bietet der Trolley viel Platz für reflektierende Warnflächen. Bauartbedingt verfügt er aufgrund einer stabilen Bodenplatte und der Rollen auch über einen sicheren Stand.

Nachteile eines Schultrolley

Hinweis
Mediziner raten: „Hände weg von Schultrolleys. Beim Ziehen nehmen die Kinder eine ungesunde Drehbewegung ein“. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier

Viele Eltern machen sich sorgen, dass ihr Kind zu schwer trägt. Die Idee, einen Schultrolley zu kaufen und den Kinderrücken zu entlasten, liegt hier also nahe. Dennoch besitzt die Verwendung eines Schultrolleys auch Nachteile, die auf den ersten Blick vielleicht nicht sofort erkennbar sind.

Ein Schultrolley bietet sowohl die Möglichkeit die Schultasche zu ziehen, aber auch auf dem Rücken zu tragen. Allerdings liegt das Hauptaugenmerk beim Schultrolley eher bei der Trolleyfunktion. Dies führt dazu, dass beim Tragen die Ergonomie in den Hintergrund rückt. Rückenpolster und Tragegurte sind aus ergonomischer Sicht daher meist nicht so gut wie bei klassischen Schulranzen. Der Einbau des ausziehbaren Griffes kann bei einigen Modellen sogar zu Lasten der Ergonomie (Rückenpolster) gehen.

Ein weiterer Nachteil ist die unnatürliche Haltung beim Ziehen des Trolleys. Durch die Ziehbewegung werden  die Wirbelsäule und die Schulter leicht nach hinten gedreht. Diese Haltung kann dazu führen, dass langfristig unter Umständen Haltungsschäden hervorgerufen werden.

Auf dem Schulweg kommt es nicht selten vor, dass Ihr Kind Treppen steigen muss. Mit einem klassischen Ranzen auf dem Rücken stellt das meist kein Problem dar. Ein Trolley muss jedoch bei jedem Treppensteigen getragen werden. Somit muss die Armmuskulatur Ihres Kindes das gesamte Gewicht stemmen.

Bedingt durch die Integration der Rollen und Tragegriffkonstruktion hat ein Schultrolley meist auch ein höheres Eigengewicht als klassische Schulranzen, was beim Tragen wiederum zu einer höheren Belastung führt.

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Mit ein paar kleinen Übungen können Sie die Fitness Ihrer Sprösslinge überprüfen. Hier geht’s zum Test

Wir empfehlen nur bedingt den Kauf eines Ranzens mit Rollen. Sofern Ihr Kind körperlich dem Alter entsprechend ausgebildet ist, sollten Sie eher zu einem klassischen Schulranzen greifen. Hat Ihr Kind bereits jetzt Probleme mit dem Rücken oder Haltungsschäden, kann unter Umständen ein Schultrolley Sinn machen. Hier raten wir jedoch dazu, zuvor einen Orthopäden um Rat zu fragen.

Zusammenfassung: Schulranzen, Rucksack oder Trolley – Was ist besser?

Ob klassischer Schulranzen, Schulrucksack, Mischform oder Trolley – Jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile. Der klassische Schulranzen ist auch heutzutage zu Recht bei Eltern und Grundschülern beliebt. Aber auch der Rucksack hat bei älteren Schülern seine Berechtigung. Die Mischform kombiniert die Vorteile der klassischen Schultaschen und Rucksäcke. Schultrolleys haben zwar positive Eigenschaften, dennoch überwiegen die Nachteile. Wir raten davon ab.

 

  Klassischer Schulranzen Schulrucksack Mischformen Schultrolley
1-4. Klasse ja nein ja Bedingt
ab 5. Klasse nein ja Teilweise Bedingt
Vorteile
  • Gute optische Warnwirkung
  • Ergonomische Rückenpolster und Tragegurte
  • Stabiler Rahmen aus Kunststoff
  • Sehr robust und widerstandsfähig
  • Schmutz- und wasserabweisend
  • Sicherer Stand durch stabile Bodenplatte
  • Modernes Design
  • Weniger sperrig
  • Hohe Bewegungsfreiheit
  • Sehr flexibel
  • Besonders gut geeignet für Schüler ab der 5. Klassenstufe
  • Gute optische Warnwirkung
  • Ergonomische Rückenpolster und Tragegurte
  • Stabile Bodenplatte aus Kunststoff
  • Robust und widerstandsfähig
  • Schmutz- und wasserabweisend
  • Moderneres Design
  • Flexibler beim Toben, Rennen und Spielen
  • Rollfunktion
  • Stabiler Kunststoffrahmen
  • robust und widerstandsfähig
  • Schmutz- / wasserabweisend
  • Sicherer Stand
  • Viel Platz für Reflektorflächen
Nachteile
  • Können „uncool“ wirken
  • Sperriger als Schulrucksäcke
  • Oftmals sehr breit
  • Weniger reflektierende Flächen
  • Nicht immer wasserabweisend
  • Unsicherer Stand
  • Schulutensilien bauartbedingt nicht so gut geschützt
  • Fokus liegt nicht auf Ergonomie und Tragekomfort
  • Ziehbewegung führt zur Drehung der Wirbelsäule
  • Hohes Gewicht beim Treppensteigen
  • Hohes Eigengewicht durch zusätzlichen Griff und Rollen

Schulranzen Kauf – Darauf sollten Sie achten

Ein guter Ranzen muss einige Eigenschaften erfüllen. Für die Kinder ist das Design wohl die wichtigste Eigenschaft. Viel wichtiger ist jedoch die Ergonomie, Sicherheit und auch die Handhabung im Schulalltag. Worauf es bei Schulranzen Kauf ankommt, welche Fehler gemacht werden können und was es sonst noch zu beachten gibt, erfahren Sie in unserem Schulranzen Test.

Kurz zusammengefasst – 12 Tipps beim Schulranzen Kauf

(Eine ausführliche Beratung finden Sie weiter unten)

  • Achten Sie auf ergonomisch geformte und belüftete Rückenpolster
  • Breite und höhenverstellbare Tragegurte sind ein Muss
  • Brust- und Hüftgurte sorgen für einen optimalen Sitz ohne Verrutschen
  • Mitwachsende Tragegurtsysteme passen sich der Körpergröße ideal an
  • Richten Sie den Ranzenkauf auch nach der Körpergröße aus – nicht jeder Ranzen passt
  • Reflektoren und leuchtende Farben erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr
  • Schulranzen entsprechend der DIN Norm sind empfehlenswert, aber kein Muss
  • Achten Sie auf das Gewicht der Schultasche, sodass Ihr Kind nicht zu schwer trägt
  • 18-22 Liter Fassungsvermögen reichen normalerweise aus
  • Der Verschluss sollte einfach zu bedienen sein
  • Front- und Seitentaschen sind zum schnellen und einfachen Verstauen von Vorteil
  • Das Innenfach sollte über ein Bücherfach nah am Rücken verfügen

Ergonomie und Passform

Unser Tipp

Die Einstellung des Schulranzens (Gurtlänge, Einstellung Brust- und Hüftgurt etc.) sollte laufend kontrolliert werden. Wir empfehlen diese Kontrolle mindestens monatlich zu machen, um Fehlhaltungen von vornherein zu vermeiden.

Wie Sie den Schulranzen richtig einstellen können Sie hier nachlesen

Einer der wohl wichtigsten Eigenschaften ist die Ergonomie. Diese beschreibt den Sitz und die Passform des Schulranzens.

Rückenpolster

Die Testsieger aus unserem Schulranzen Test haben allesamt ergonomisch geformte und gepolsterte Rückenpolster. Beispielweise wurde das Rückenpolster des Scout Alpha auf Basis von 600 Rückenprofilen entwickelt. Die Rückenpartie des Motion Plus von Herlitz wurde zudem in Zusammenarbeit mit der Physiotherapeutin Anne Fuchs entwickelt. Das Rückenpolster sollte optimal an der Wirbelsäule anliegen, um Fehlhaltungen und einseitige Belastungen zu vermeiden.

Tragegurte

Gute Tragegurte sind gepolstert und zeichnen sich durch eine S-Form oder Bananenform aus. Diese Form der Tragegurte ermöglicht einen optimalen Sitz. Die Riemen sollten mindestens 3-4cm dick sein, damit die Last optimal auf den Schultern verteilt wird. Sehr dünne Tragegurte sind in unserem Schulranzen Test leider durchgefallen.

Brust- und Hüftgurt

Brust- und Hüftgurte sorgen dafür, dass der Ranzen auf dem Rücken nicht verrutscht und optimal sitzt. Viele Modelle sind bereits mit einem Brust- oder Hüftgurt ausgestattet. Bei einigen Modellen sind diese noch nicht im Lieferumfang enthalten, können aber nachgekauft werden. Es gibt aber auch Schulranzenmodelle, die gänzlich ohne auskommen. Wir empfehlen ein Modell mit Brust und Hüftgurt zu kaufen. Es sei aber dennoch gesagt, dass auch sehr gute Schulranzenmodelle ohne Brust- oder Hüftgurt angeboten werden. Schauen Sie in unseren Schulranzen Test um einen genauen Überblick zu bekommen.

Lagekontrollriemen

Neue Modelle wie beispielsweise der Scout Alpha oder der Ergobag Cubo  haben einen sogenannten Lageverstellriemen. Dieser ist zwischen den Tragegurten und dem oberen Ende des Ranzens angebracht. Er dient dazu, den Abstand zwischen den Schultern und der Oberkante des Ranzens zu minimieren. Insbesondere beim Laufen, Toben und Fahrradfahren wird der Sitz dadurch deutlich stabilisiert.

Welcher Ranzen für welche Körpergröße?

Auch die Körpergröße spielt eine entscheidende Rolle. Kinder, die in die Schule kommen, sind vom Wachstum teilweise noch sehr unterschiedlich. Daher ist es wichtig den Ranzen auch entsprechend der Körpergröße auszuwählen. Aktuelle Schulranzenmodelle verfügen über ein mitwachsendes Tragesystem, wie auch unser Testsieger aus dem Schulranzen Test 2016 (Scout Alpha). Das höhenverstellbare Gurtsystem ermöglicht somit ein „mitwachsen“ des Ranzens von der 1. bis zur 4. Klasse. Der Ranzen lässt sich also somit optimal an die Größe Ihres Kindes anpassen. Zur Orientierung haben wir die Größenempfehlungen der einzelnen Modelle in einer Tabelle für Sie zusammengefasst.

Sicherheit

2015 verunglückten ca. 30.000 Kinder im Straßenverkehr. Im Durchschnitt kam laut dem statistischen Bundesamt alle 19 Min ein Kind unter 15 Jahren im Straßenverkehr zu schaden (Kinderunfälle im Straßenverkehr, Statistisches Bundesamt). Der Schulweg stellt dabei die größte Gefahr dar. Gerade Grundschüler werden durch ihre geringe Körpergröße von Autofahrern  leicht übersehen. Wenn im Herbst und Winter dann noch Dunkelheit oder schlechte Sicht durch Regen und Schnee hinzukommt, sind Schulkinder besonders gefährdet. Daher ist das Thema Sicherheit in unserem Schulranzen Test einer der wichtigsten Faktoren. Denn ein auffälliger Schulranzen bedeutet besser im Verkehr gesehen zu werden. Auch wenn Kinder die Straßenverkehrsordnung kennen und wissen, wie sie sich im Straßenverkehr verhalten müssen, ist es leider nicht immer garantiert, dass sie es auch machen. Oft handeln Kinder ohne über weitere Konsequenzen nachzudenken und rennen beispielsweise einem Ball hinterher, welcher auf die Straße rollt. Wie wichtig das Thema Sicherheit ist, wird vielen Eltern leider erst klar, wenn schon ein Unfall passiert ist. Es muss zwar nicht immer gleich mit dem Schlimmsten gerechnet werden, aber trotzdem möchte man seinen Kindern natürlich solch kritische Erfahrungen ersparen.

Reflektoren und leuchtende Farben sind empfehlenswert

Wir empfehlen den Kauf eines Schulranzens mit Reflektoren und hell leuchtenden Signalfarben (gelb oder orange). Die Reflektoren des Ranzens werfen bei Dunkelheit das Scheinwerferlicht der Autofahrer zurück, die Signalfarben sorgen für eine Warnwirkung und Auffälligkeit am Tag. So kommt Ihr Kind sicher in der Schule an. Die reflektierenden Modelle aus unserem Schulranzen Test wirken hier Wunder und können kritische Situationen von vornherein verhindern. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind dabei von einem Autofahrer übersehen wird, kann mit einem reflektierenden Modell deutlich minimiert werden. Stiftung Warentest und Öko-Test bewerteten 2013 viele Ranzen als mangelhaft und unsicher, da diese nicht leuchteten.

Schulranzen nach DIN 58124

Ist Ihr Kind oft im Dunkeln und auf unbeleuchteten Wegen unterwegs, empfehlen wir in unserem Schulranzen Test einen Ranzen mit DIN 58124 Norm. Diese definiert, wie ein sicherer Schulranzen konstruiert sein muss:

  • Mindestens 20% der sichtbaren Fläche müssen mit fluoreszierenden (bei Bestrahlung aufleuchtenden) Materialen ausgestattet sein. Diese sollen auch am Tag und in der Dämmerung leuchten. Erlaubt sind hier leuchtstarke Farben wie Orange-Rot und Gelb.
  • Mindestens 10% der Vorder- und Seitenflächen müssen mit retroreflektierenden Materialien ausgestattet sein. Bei diesen Materialien wird das Licht der Scheinwerfer bei Dunkelheit zurückgeworfen (Katzenaugeneffekt).
Unser Tipp
Auch Schulranzen ohne DIN Norm können sicher sein. Nutzen Sie separat erhältliche LED Lichter zum anstecken.

Die meisten Schulranzen Modelle aus unserem Test sind auch als DIN Variante erhältlich.  Alle Modelle, die diese Norm erfüllen, werden von uns entsprechend gekennzeichnet. Eine Übersicht aller DIN Modelle finden Sie hier.

Ranzen und Tornister, welche die DIN 58124 nicht erfüllen, leuchten und reflektieren meist auch. Ist der Schulweg Ihres Kindes gut beleuchtet, können auch diese Ranzen ohne Probleme gekauft werden. Dennoch haben die Ranzen mit DIN Norm in unserem Schultaschen Test am besten abgeschnitten.

Gewicht

Zum Schulanfang taucht immer wieder die Frage auf: Wie schwer darf ein Schulranzen eigentlich sein? Im Internet findet man viele unterschiedliche Ansätze und Richtlinien. Unter anderem warnen Krankenkassen, TÜV und Ärzteorganisationen vor zu schweren Ranzen. Doch was bedeutet eigentlich zu schwer? Welcher Richtwert stimmt? Und kann es überhaupt so pauschal für jedes Kind beantwortet werden? Diese Fragen wollen wir in unserem Schulranzen Test beantworten.

Die veraltete 10%-Regel

Diese besagt, dass gepackte Schulranzen bei normalwüchsigen Kindern nicht mehr als 10% des Köpergewichtes wiegen sollte. Diese Faustregel ist sogar in der Schulranzen DIN 58124 verankert. Aber selbst die Experten beim Institut für Normung in Berlin können nicht sagen, auf welcher Grundlage diese Empfehlung beruht. Eine Studie als seriöse Quelle gibt es zumindest nicht. Es wird jedoch vermutet, dass diese uralte Empfehlung auf das Marschgepäck einer 20 Kilometer langen Wegstrecke eines Rekruten zurückzuführen ist.  Ausführlichere Informationen finden Sie in unserem Artikel „Wie schwer darf ein Schulranzen sein?

Unser Tipp
Das maximale Gewicht eines Schulranzens ist individuell von Kind zu Kind unterschiedlich. Wir raten davon ab, starre Normen zu beachten. Bei Kindern mit gesundem Rücken und durchschnittlich entwickelter Muskulatur sind auch bei mehr als 10% Gewicht keine Rückenschäden zu befürchten.

Individuelle Gewichtsanpassung

Das maximale Gewicht ist von Kind zu Kind individuell und kann nicht mit einer Faustregel berechnet werden. Je nach körperlicher Konstitution darf der Schulranzen auch etwas schwerer sein, ohne dass Haltungsschäden die Folge sind. Dennoch gilt natürlich: Ein leichter Schulranzen ist besser als ein schwerer.

Durch die fortschreitende Technik und die immer besseren Materialien sind die meisten Modelle aus unserem Test bereits echte Leichtgewichte. In unserem aktuellen Test ist der Fliegengewicht XS von DerDieDas mit ca. 800 Gramm Eigengewicht der leichteste und ist damit besonders gut für zierliche Kinder geeignet. Die leichtesten Schulranzen finden Sie hier.

Fitnesstest zur Beurteilung

Der Hersteller Scout hat mit dem Ratgeber „TRAG BEI – Ratgeber für Eltern von Schulanfängern“ einen Fitnesstest zur Ermittlung des optimales Gewichtes des Schulranzens eingeführt. Dieser Test umfasst 2 Übungen. Anhand der Ergebnisse können Sie erkennen, inwieweit die Muskulatur Ihres Sprösslings ausgebildet ist. Eine ausführliche Beschreibung zum Ablauf des Tests finden Sie hier.

Zusammenfassung – 6 Tipps zur Ermittlung des optimales Gewichts

  • Prüfen Sie regelmäßig den Inhalt. Es sollten nur die Bücher und Schulutensilien mitgenommen werden, die auch benötigt werden
  • Schwere Bücher sollten in Rückennähe transportiert werden, um die Last besser zu verteilen. Viele Modelle verfügen über separate Bücherfächer.
  • Achten Sie darauf, dass der Schulranzen optimal sitzt und nicht durchhängt
  • Achten Sie darauf, dass er nicht nur über eine Schulter getragen wird
  • Fragen Sie Ihr Kind regelmäßig, ob die Schultasche zu schwer ist
  • Seien Sie aufmerksam, wenn Ihr Kind über Rückenschmerzen klagt

Fassungsinhalt  des Schulranzens

Auch das Volumen spielt beim Kauf eine Rolle. Auf der einen Seite sollte ein neuer Schulranzen nicht zu klein sein, damit alle Schulsachen sicher verstaut werden können. Auf der anderen Seite besteht bei zu großen Ranzen die Gefahr, dass diese wieder zu schwer werden. Für den normalen Schulalltag sollen 18-22 Liter vollkommen ausreichen. Wer von vornherein weiß, dass täglich nur wenige Schulutensilien benötigt werden, kann auch zu einem Schulranzen mit einem geringeren Fassungsvermögen greifen. Das größte Volumen in unserem Schulranzen Test 2016 hat mit 25,5 Litern der Ergo Flex XL von DerDieDas. Dieser bietet natürlich sehr viel Stauraum, dennoch besteht hier die Gefahr, dass das Platzangebot von Ihrem Kind auch ausgenutzt wird und der Schulranzen somit schnell sehr schwer wird. Um diesen Umstand entgegenzuwirken, empfehlen wir in regelmäßigen Abständen das Gewicht zu kontrollieren.

Handhabung

Die Handhabung ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium, worauf Sie beim Kauf achten sollten. Ist der Schulranzen in der Handhabung unpraktisch, kann Ihr Kind schnell die Lust daran verlieren. Bedenken Sie auch, dass die Schultrasche eine Art Arbeitsmittel für ihr Kind ist. Als treuer Schulbegleiter sollte der Schulranzen einige Grundfunktionen erfüllen.

Tragegriff

Beim Einsteigen in den Bus muss der Schulranzen auch schon mal mit der Hand getragen werden. Dafür sollte ein guter Tragegriff vorhanden sein. Er sollte weit genug, sodass der Ranzen auch im Winter mit Handschuhen getragen werden kann. Achten Sie zudem auch darauf, dass der Tragegriff griffig ist und nicht in die Hände einschnürt.

Verschluss

Bedenken Sie, dass Ihr Kind den Schulranzen täglich mehrmals Öffnen und Schließen muss. Daher sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass der Verschluss einfach zu bedienen ist. Die besten Modelle aus unserem Test verfügen über Magnet-Schlösser, die sich sehr einfach öffnen lassen und beim Schließen fast automatisch einrasten.

Deckel

Der Deckel des Schulranzens sollte sich weit öffnen lassen. Nur so ist sichergestellt, dass Ihr Kind auch in der Schule alles wieder richtig einpacken kann. Lässt der Deckel sich nicht weit öffnen, werden die Schulsachen schnell „hineingestopft“, wodurch Hefte und Ordner schnell unansehnlich werden.

Front- und Seitentaschen

Frontaschen eignen sich besonders gut für kleine Teile, die in großen Fächern schnell verloren gehen. Auch die Brotdose findet hier in vielen Modellen Platz. Einige Modelle von Lego, Spiegelburg, Step by Step oder Sammies verfügen sogar über ein isoliertes Vorfach. Dieses ist mit einer Thermofolie ausgekleidet und sorgt dafür, dass die Lebensmittel länger frisch bleiben.

Seitentaschen eignen sich besonders gut für die Verstauung von Trinkflaschen. Somit bleibt mehr Platz im Hauptfach für die Schulutensilien. Ein großer Vorteil: Läuft die Flasche einmal aus, werden nicht gleich alle Schulsachen durchweicht. Der Testsieger in unserem Schulranzen Test verfügt sogar über Ablauföffnungen in den Seitentaschen. Auslaufende Flüssigkeiten können in diesem Fall also gar keinen Schaden mehr anrichten.

Innenaufteilung

Auch das Innenleben des Ranzens ist wichtig. Denn nur mit einem durchdachten Fächersystem können Sie die Schultasche auch richtig packen. Die richtige Gewichtsverteilung der Schulutensilien ist entscheidend, um den Rücken Ihres Kindes zu schonen. Achten Sie darauf, dass schwere Bücher oder andere Schulutensilien immer körpernah (also direkt am Rücken) getragen werden. Hierfür sollte der Schulranzen über ein separates Bücherfach verfügen. Vermeiden Sie, dass schwere Gegenstände an der Außenwand liegen. Denn nur so kann vermieden werden, dass Ihr Kind die falsche Gewichtsverteilung mit dem Körper ausgleichen muss.

Achten Sie zudem darauf, dass auch A4-Ordner in der Schultasche Platz finden können. Einige Modelle bieten zudem ein unterteiltes Hauptfach an. So lassen sich die Schulsachen besser sortieren.

Boden

Der Boden sollte aus einer stabilen Kunststoffwanne bestehen und wasserdicht sein. Achten Sie darauf, dass der Schulranzen über Standfüße verfügt. So werden die Schulsachen im Inneren nicht Nass, wenn dieser mal bei Regen abgestellt wird. Zudem gewährleisten die Füße einen sicheren Stand.

Fatale Fehler beim Schulranzen Kauf

Darauf sollten Sie unbedingt achten:

  • Achten Sie nicht nur auf das Design, auch wenn Ihr Kind nur das eine Design haben möchte
  • Bei langen und dunklen Schulwegen z. B. auf dem Land, sollten Sie unbedingt einen Schulranzen kaufen, welcher die DIN Norm erfüllt. Alternativ sollten Sie den Ranzen mit LED Lichtern nachrüsten
  • Achten Sie auf stabile und langlebige Materialien und Verschlüsse
  • Prüfen Sie, ob genügend Stauraum für die Schulutensilien vorhanden ist. In einem zu kleinen Schulranzen herrscht schnell Unordnung
  • Kaufen Sie einen Ranzen, welche eine gute und intelligente Innenaufteilung aufweist

Welche Kriterien werden beim Schulranzen Test berücksichtigt

In unserem Schulranzen Test haben wir die Produkte nach folgenden Kriterien bewertet:

  • Ergonomie und Rückenfreundlichkeit
  • Sicherheit (optische Warnwirkung durch Reflektoren und Warnfarben)
  • Handhabung im täglichen Gebrauch (generelle Ausstattung, Verschlüsse, Standfüße, Deckel etc.)
  • Materialeigenschaften (Robustheit und Wasserfestigkeit des Ranzens)
  • Schadstofffreiheit

Diese Qualitätskriterien werden auch von anderen Testmagazinen wie Stiftung Warentest geprüft. In unseren Testnoten spiegeln sich diese Kriterien wider.

Testfazit

Den richtigen Schulranzen zu kaufen ist aufgrund der Anzahl verschieden Marken und Modelle auf dem Markt nicht ganz einfach. Auch wenn das Design für die Kinder wahrscheinlich das einzige ausschlaggebende Argument für den Kauf eines Ranzens ist, so sollten Eltern doch ein paar mehr Faktoren bei der Kaufentscheidung berücksichtigen. Besonders wichtig sind die fluoreszierenden und reflektierenden Flächen des Schulranzens bei dunklen Schulwegen. Denn ohne diese werden Kinder auf dem Schulweg schlecht gesehen. Die Unfallwahrscheinlichkeit ohne leuchtende und reflektierende Materialien wäre wohl um ein vielfaches höher.

Natürlich spielt aber auch die Gesundheit des Kindes eine entscheidende Rolle. Der Ranzen darf nicht zu schwer sein, aber vielmehr sind ein guter Tragekomfort und ein ergonomischer Sitz entscheidend. Die Tragegurte sollten korrekt eingestellt sein, um Rückenschmerzen oder Folgeschäden an der Wirbelsäule vorzubeugen. Oft wird auch das Packen des Schulranzens unterschätzt. Eine richtige Gewichtsverteilung, schwere Gegenstände nah am Körper, kann ebenfalls das Tragegefühl verbessern und Schmerzen in der Wirbelsäule verhindern.

Ebenfalls sollte die Materialqualität beim Schulranzen Kauf eine Rolle spielen. Gute Modelle sind nicht ganz billig, daher sollte dieser auch einiges aushalten. Das Material sollte zudem wasserabweisend sein, damit Bücher und Hefte vor starken Regen geschützt sind. Zusätzlich sollte das verwendete Material frei von Schadstoffen sein, die ihrem Kind auf Dauer schädigen können.

Qualitätskriterien aus unserem Schulranzen Test
  • Möglichst viele fluoreszierende und reflektierende Flächen zur besseren Sichtbarkeit und Vermeidung von Unfällen
  • Verstellbare Brust- und Schultergurte, die sich an die Bedürfnisse des Kindes anpassen lassen
  • Ergonomisches gepolstertes Rückenpolster zur Vermeidung von Rückenschmerzen und -Schäden
  • Geringes Leergewicht zur Entlastung des Rückens
  • Robuste Materialien, die auch wasserfest sind
  • Intelligente Aufteilung der Innenfächer für richtiges Packen und optimale Gewichtsverteilung
  • Keine Verwendung von Schadstoffen

In unserem Schulranzen Test haben wir viele Modelle hinsichtlich dieser Faktoren vergleichen. Wir empfehlen den Kauf eines unserer Testsieger aus unserem Schulranzen Vergleich. Wir hoffen, Ihnen mit unserem Schulranzen Test die Kaufentscheidung zu erleichtern und wünschen Ihnen und Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter viel Spaß und Freude mit dem neuen Schulranzen!

Ihr Schulranzen Testberichte Team